Integration
Vielfalt gestalten im Landkreis Garmisch-Partenkirchen
„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen." (Artikel 1, Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen)
Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen verfügt über eine lange Geschichte des Austauschs über Ländergrenzen hinweg. Damit diejenigen, die neu dazukommen neben denjenigen, die schon lange da sind, ihren Platz finden können, hat der Kreistag im Dezember 2020 die Stelle der Integrationsbeauftragung geschaffen. Seit 01.05.2021 wird diese Stelle durch Laura Erben besetzt.
Kontakt
Landratsamt Garmisch-Partenkirchen
Integrationsbeauftragte
Laura Erben
Telefon: 08821 751-492 oder 08821 751-55
E-Mail: Integration@lra-gap.de
Integrationsbeauftragte - Leben in GAP
Geflüchtete aus der Ukraine
Informationen für Menschen, die aus der Ukraine geflohen sind, mit ihnen arbeiten oder sie ehrenamtlich unterstützen.
Viele mehrsprachige Informationen erhalten Sie in der Integreat-App.
Weitere Informationen des Landkreises (zu Leistungen, Schulbesuch etc.) finden Sie hier.
Informationen zur Registrierung erhalten Sie hier.
Sprache
Möglichkeiten zum eigenständigen Deutschlernen erhalten Sie unter dem entsprechenden Reiter weiter unten.
Die Volkshochschulen werden kurzfristig Wegweiserkurse anbieten.
Das Goethe-Institut bietet vergünstigte Sprachkurse für Geflüchtete aus der Ukraine an.
Aufgaben und Ziele
Was macht eigentlich eine Integrationsbeauftragte?
Willkommen
Die Integrationsbeauftragte des Landkreises ist Ansprechpartnerin für alle Menschen im Landkreis zum Thema Integration. Integration ist nicht nur wichtig für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, sondern für alle Bürger*innen des Landkreises. Die Entwicklung einer landkreiseigenen Willkommenskultur ist ein wichtiger Teil der Arbeit.
Vernetzung
Kernaufgabe der Integrationsstelle ist die Vernetzung der hauptamtlichen Akteur*innen zur besseren Zusammenarbeit. Das Netzwerk Integration ist das wichtigste Austauschgremium für die Fachkräfte. Darüber hinaus analysiert die Integrationsbeauftragte mit Unterstützung der UAG Integration Handlungsfelder und versucht strukturelle Lücken zu schließen.
Integrationskonzept
Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen verfügt seit Mai 2024 über ein Integrationskonzept. Der Kreistag nahm das rund 60 Seiten umfassende Konzept, welches die Integrationsbeauftragte Laura Erben vorlegte, einstimmig an.
Das Konzept wurde unter Beteiligung zahlreicher lokaler und überregionaler Expertinnen und Experten erarbeitet. Ziel des Konzepts ist es, die vorhandenen Ressourcen zu nutzen, um für alle Landkreisbewohnerinnen und -bewohner ein lebenswertes und wertschätzendes Miteinander zu erreichen.
Vor diesem Hintergrund diskutierten über 200 Personen innerhalb eines Jahres die wichtigsten Herausforderungen und Ziele in den sechs Handlungsfeldern: Bildung und Sprache; Kinder, Jugendliche und Familien; Ausbildung, Arbeit und Wirtschaft; Wohnen; Mobilität; Teilhabe und Begegnung.
Vorgelegt wurde nun ein Integrationskonzept, welches den Auftakt für den Prozess einer nachhaltigen Integrationsarbeit im Landkreis Garmisch-Partenkirchen bildet. Die Umsetzung, Evaluation und Weiterentwicklung der formulierten Maßnahmen wird die Aufgabe der kommenden Jahre sein. Die erste Überarbeitung ist für 2027 geplant.
Interkulturelle Öffnung
Die Entwicklung einer Willkommenskultur bedeutet auch, innerhalb der Institutionen Schritte in Richtung interkulturelle Öffnung zu gehen.
Die Integrationsbeauftragte berät Verwaltungen, Schulen, Kindergärten und weitere Institutionen, die Lust haben, dem Abenteuer Vielfalt mit guter Begleitung zu begegnen.
Politische Entscheidungen
Für manche Entscheidungen braucht es eine gute Analyse der Faktenlage. Da beim Thema Integration (fast) alles bei der Integrationsstelle zusammenläuft, unterstützt die Integrationsbeauftragte politische Entscheidungsträger*innen und Gremien mit der Bereitstellung von Daten und Fakten und berät bei Entscheidungen.
Andere Anliegen zum Thema Integration? Wenden Sie sich gern an die Integrationsbeauftragte.
Integreat App
Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen betreibt eine App mit lokalen Informationen für Zugewanderte. Die Integreat App wird zur Zeit in fünf Sprachen angeboten: Arabisch, Deutsch, Englisch, Farsi, Russisch
Es gibt die App kostenlos zum Download oder als Webversion.
Die Integreat App stellt lokale Informationen zu den wichtigsten Alltagsthemen zur Verfügung. Sie dient der besseren Information und Aufklärung für Menschen, die neu im Landkreis sind.
Deutsch lernen
Sie sind neu in Deutschland und möchten Deutsch lernen? Es gibt verschiedene Wege Deutsch zu lernen. Sie können selbst lernen oder einen Kurs besuchen. Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen die Möglichkeiten vor.
Sprachkursanbieter
Kulturdolmetscher
Neue Zuständigkeit für die KulturdolmetschervermittlungSeit 2024 liegt die Zuständigkeit für die Kulturdolmetschervermittlung bei der Ehrenamtskoordination/ Integrationslotsenstelle im Fachdienst Asyl und Migration der Caritas Garmisch-Partenkirchen.
Was sind Kulturdolmetscher*innen?Das sind Menschen mit eigener Zuwanderungsgeschichte, die neu Zugewanderte mit ihrer Erfahrung und ihren Sprachkenntnissen unterstützen. Sie kommen mit zu Terminen und können auch bei kulturellen Missverständnissen vermitteln. Wer kann eine Kulturdolmetscherin/ einen Kulturdolmetscher beauftragen?Alle, die Unterstützung brauchen. Das können Zugewanderte selbst sein, aber auch Behörden, Vereine, Schulen, Kindergärten u.v.m.
Wo kann man Kulturdolmetscherinnen und - dolmetscher anfragen?Institutionen, Behörden und Ehrenamtliche können ihre Anfragen an Frau Renata Juskowiak stellen. Frau Juskowiak ist auch für die Einsatzkoordination und die Kulturdolmetscherbetreuung zuständig. Erreichbarkeit: Frau Juskowiak ist immer vormittags (8-12 Uhr) am Montag, Mittwoch und Freitag erreichbar. Und wenn ich selbst Kulturdolmetscher*in werden möchte?Dafür ist eine Teilnahme an dem Qualifizierungskurs „Kulturdolmetscher plus – Sharing Empowerment" nötig. Das Projekt zielt darauf ab, sprachliche und kulturelle Hürden abzubauen und somit Integration und gegenseitiges Verständnis zu fördern. Es wurde in Kooperation der KEB München und Freising, der Domberg Akademie und des Dachauer Forums entwickelt.
Der Kurs besteht aus insgesamt 42 Unterrichtseinheiten. Sobald die neuen Kurstermine feststehen, werden sie hier veröffentlicht. Eine Anmeldung ist dann über unseren Kooperationspartner, das Katholische Kreisbildungswerk, möglich. |
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